STREETPHOTOGRAPHY


To me, photography is an art of observation. It’s about finding something interesting in an ordinary place… it has little to do with the things you see and everything to do with the way you see them. Elliott Erwitt , * 26. Juli 1928 in Paris, Frankreich, ist ein US-amerikanischer Fotograf und war zeitweise Präsident sowie Vizepräsident der Fotoagentur Magnum Photos.


Wo sich die Kreuze treffen ... Wahrzeichen sind wahr. Berliner zumal. Warum? Weil sie mit ihren Zeichen sich über alles hinwegsetzen, was Zweifel hat, dass es doch wohl nicht mit rechten Dingen zugeht. Weltliches und Kirchliches, Religöses und Säkuläres "kreuzt sich" hier. Keineswegs absichtsvoll - und dann noch fotografisch in Kontrast gebracht. Der TV-Turm, schon zu Bauzeiten in Ulbricht´s Diktatur ironisch entlarvt, als "St. Ulbricht's Cathedral", und 1000 % roher, als "DDR-Staatspenis", holt den Sonnenreflex aus seiner Kugel. Dagegen - klein und bescheiden und wie unterordnend, das goldene Kreuz des Berliner Doms darunter. Wer hatte (damals) die Macht? Und heute? Vieles ist sich ähnlich. Und wohl auch deshalb sind Wahrzeichen wahr ... Text©León W. Schönau

Photo©byLeónWSchoenau
Photo©byLeónWSchoenau

Monbijou/1 ... mein Schatz, meine Brücke ... Hier tönen bei Sonnenschein die sonnigsten Stimmen. Hier trinken sich einige die Welt an Sonnennachmittagen noch schöner, als sie ist. Hier wir relaxt, gejointet, gefaulenzt ... abgehangen. Rad beiseite - und Pause. Bühne frei. Bodetreppen als Arena. Die Spree als verlängerte Blickachse. Die Stimme weht als schwarzen Haaren heraus. Klar, hell, bezaubenrd ... ich glaube es ist russisch. Klingt auch fremd in einer Stadt, in der sich alle ein bisschen näherfühlen wollen und doch einander so fremd sind. Schatzgräber auf der Schatzbrücke. Vielleicht findet sich einer/eine zum Naheheranrücken ... León W. Schönau

Monbijou/2 ... wenn erst mal die kreuzweise im Sonnenlicht gläsern schillerneden Glühbrinen richtig zu glühen anfangen ... Dann ist Glühzeit - für die Füsse. Dann wir hier getanzt. Montag: Montagsswing. Dienstag: Cha-Cha, Walzer&Co. Mitwoch: Argentisch Tangontanzen, olé! Donnerstag salsat es hier mächtig. Freitag swingt es. Aber dann erst Sa./So.: Brasilianischer Zauk (?), nochmals Tange Argentíno, dazu "Strandbar Schwoof" und - never ending -  Tango, Tango, Tango ...